Dienstag, 3. Januar 2012

19. September

Mozart KV 482 Konzert Nr. 22 Es-Dur für Klavier und Orchester

Odyssee 17, 405 - 444

Telemach rügt Antinoos, wie er den Bettler behandle.
"Siehe da, wie der trotzige Knabe mich schmäht!" ruft Antinoos dagegen; "wollte jeder Freier diesem Bettler eine Gabe reichen, er brauchte drei Monate lang das Haus nicht wieder zu betreten!" 
Odysseus erzählt, wie er in Ägypten geschlagen wurde und verarmte.


Die drei Klavierkonzerte KV 482, 488 und 491 sind die einzigen, in denen Mozart Klarinetten vorschreibt. Alle drei komponiert Amadé im Winter 1785/86 in Wien, also unmittelbar vor der Aufführung von "Le nozze di Figaro".
Allen drei Sätzen von KV 482 ist gemein, dass neben den Holzbläsern auch die Hörner am konzertierenden Spiel Anteil haben, wie z. B. gleich zu Beginn des ersten Satzes. Das Kopfmotiv verwendete Mozart in ähnlicher Form schon in der Symphonie KV 132. Im zweiten Satz verwebt er Rondo- und Variationsform miteinander. Mit den langen Abschnitten, in denen nur das Orchester zu Wort kommt, verfolgt Mozart das sinfonische Konzept von KV 466 weiter. Darüber hinaus grenzt er die einzelnen Instrumentengruppen noch schärfer als zuvor voneinander ab. Das Abschlussrondo im 6/8-Takt unterbricht er durch eine Episode in langsamerem Tempo, die zu der außergewöhnlichen Länge des Konzerts beiträgt.
KV 482 steht ein wenig im Schatten des Klavierkonzerts C-Dur KV 467, das ihm vorausgeht, und des Werkes, das folgt (KV 488); aber wir vergessen nicht: Auch Nr. 22 ist ein unvergängliches Meisterwerk.


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