Dienstag, 3. Januar 2012

28.September

Mozart KV 491 Konzert Nr. 24 c-Moll für Klavier und Orchester

Odyssee 18, 99 - 137

Der Kampf zwischen Iros und Odysseus.
Unter unbändigem Lachen und Klatschen der Freier zieht Odysseus den anderen Bettler zum Haupttor hinaus, lehnt ihn an die Hofmauer und spottet: "Da bleib du sitzen auf der Stelle und verscheuche Hunde und Schweine!"
Die Freier aber zu Odysseus:
"Mögen dir Zeus und die Götter geben, was du begehrst, Fremdling, dass du uns den überlästigen Burschen zur Ruhe gebracht hast, der nun zum König Echetos wandern mag!"
Antinoos legt ihm einen mächtigen Ziegenmagen vor, mit Fett und Blut gefüllt, Amphinomos bringt zwei Brote, und trinkt ihm unter Handschlag zu.
Odysseus:
"Amphinomos, du scheinst mir ein recht verständiger Jüngling zu sein und bist eines angesehenen Mannes Kind. Nimm dir mein Wort zu Herzen! Es gibt nichts Eitleres und Unbeständigeres auf Erden als den Menschen; solang ihn die Götter begünstigen, meint er, die Zukunft könne ihm nichts Böses bringen; und wenn Trauriges kommt, findet er keinen Mut in sich, es zu ertragen."



Kongenial zum Wesen des Menschen in seiner Zerrissenheit Mozarts am 24. März 1786 vollendetes Klavierkonzert Nr. 24 c-Moll. Es  ist (mit Ausnahme von KV 466 -->) das einzige in einer Molltonart; ebenso einzigartig ist der gemeinsame Einsatz von Oboen und Klarinetten. Das mehrfach korrigierte Autograph zeigt deutlich die Arbeitsschritte Amadés. Gleich zu Beginn des Konzerts schafft er mit dem Unisono der Streicher und Fagotte im Piano eine düstere Stimmung, die er in allen drei Sätzen aufrecht erhält. Der dazu chromatisch absteigende Bass ist metaphorisch als Schmerzensausdruck zu verstehen. Im Vergleich mit dem ersten Satz sind die beiden andern Sätze einfach strukturiert. Der Finalsatz schließt im Gegensatz zum strahlenden Dur-Schluss des d-Moll-Konzerts KV 466 in düsterem Moll.

Der düstere Septimsprung (fis–e) in den Anfangstakten von KV 491 stellt den Menschen mit beiden Beinen wieder fest auf die Erde. Drückt dieser Septimsprung Verzweiflung aus, oder handelt es sich nur um einen bei Carl Philipp Emanuel Bach abgeguckten glänzenden Einfall? Wenn Letzteres timmt, dann hat Mozart mit dieser kühnen Septime dennoch ein Wunder vollbracht, von dem auch der zweite Sohn Bachs nie eine Ahnung hatte.

KV 491 1. Allegro 1












.











.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen