Dienstag, 3. Januar 2012

4. September

Mozart KV 465 Streichquartett Nr. 19 C-dur "Dissonanzen-Quartett" 

Odyssee 16, 434 - 463

Penelope wirft den Freiern vor, ihren Sohn Telemach töten zu wollen.
Eurymachos beruhigt sie: Nie, solange er lebe, werde ein Mann wagen, Hand an Telemach zu legen. So sprach der Falsche mit der freundlichsten Miene, im Herzen aber sann er auf nichts als Verderben.
Penelope kehrt in ihr Frauengemach zurück, wirft sich aufs Lager und weint um ihren Gemahl, bis ihr der Schlummer die Augen zudrückt.
Am selben Abend kommt der Sauhirt in seine Hütte zurück, während Odysseus und sein Sohn Telemach ihr Nachtmahl zubereiten. Athene hat Odysseus wieder zum zerlumpten Bettler verwandelt. 
Telemach: "Was bringst du Neues aus Ithaka? Lauern die Freier noch immer auf mich, oder sind sie von ihrem Hinterhalte zurück?"



Zum arglistigen Verhalten des Freiers Eurymachos spielt Amadé sein Quartett KV 465. Er leitet das - ebenfalls Haydn gewidmete - Quartett Nr. 19 langsam fast ausschließlich mit Reibungen und Querständen ein, spätere Herausgeber versuchten, es regelkonform zu bearbeiten. Während alle anderen "Haydn-Quartette" direkt in ihr Hauptthema einsteigen, tastet Mozart sich im letzten Werk des Zyklus 22 Takte in abenteuerlichen harmonischen Wendungen der Grundtonart C-Dur entgegen, wobei er mit dem Bezug auf ein Thema aus dem ersten der sechs Quartette, KV 387 -->, einen Rahmen herstellt.
Die harmonischen Kühnheiten im einleitenden Adagio haben eine ganze Literatur hervorgerufen, daher auch der Name des Werks.
Er schreibt es 1785.

KV 465 1. Adagio - Allegro









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