Dienstag, 3. Januar 2012

7. September

Mozart KV 468 Gesellenreise

Odyssee 17, 31 - 62

Telemach zurück im Palast auf Ithaka.
Als Eurykleia ihn erblickt, eilt sie mit Freudentränen auf ihn zu und heißt ihn willkommen. Seine Mutter Penelope kommt aus der Kammer, schlank wie Artemis und schön wie Aphrodite. Weinend schließt sie ihren Sohn in die Arme.
"Nun sage mir doch, was bringst du für Nachrichten, liebes Kind?"
"Ach Mutter, bade du dich jetzt, lege reine Gewande an, und gelobe droben in dem Söller mit deinen Jungfrauen den Göttern köstliche Dankopfer, wenn sie einst uns die Vergeltung gönnen."
Er selbst will zum Markte gehen, um einen Fremdling ins Haus zu führen. Penelope folgt seinem Rat, Telemach eilt, von seinen zwei Hunden begleitet, zum Markt.


Wie neue Logenbrüder, so ist Telemach auf seiner Gesellenreise.
Am 16. April 1785 wird Leopold Mozart in den zweiten Grad der Loge "zur wahren Einheit" befördert. Hierzu komponiert sein Sohn das vierstrophige Lied für Gesang mit Klavier- (bzw. Orgel-) begleitung. 
Mozart schreibt in sein Verzeichnis: Maurer Gesellen-Lied für Singstimme und Klavier. Die ihr einem neuen Grade der Erkenntnüß nun euch naht. Mit vielen Achtelketten sorgt Mozart für einen flüssigen Melodielauf, zur Mitte moduliert er kurz zur Dominante F.



Die ihr einem neuen Grade

der Erkenntnis nun euch naht,
wandert fest auf eurem Pfade,
wißt, es ist der Weisheit Pfad.
Nur der unverdross'ne Mann
mag dem Quell des Lichts sich nahn.


Nehmt, o Pilger, zum Geleite
eurer Brüder Segen mit!
Vorsicht sei euch stets zur Seite;
Wißgier leite euren Schritt!
Prüft und werdet nie dem Wahn
träger Blindheit Untertan!


Rauh ist zwar des Lebens Reise,
aber süß ist auch der Preis,
der des Wand'rers harrt, der weise
seine Fahrt zu nützen weiß.
Glücklich, wer einst sagen kann:
es ist Licht auf meiner Bahn!


























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