Dienstag, 3. Januar 2012

8. September

Mozart KV 469 Davidde penitente  Kantate für drei Soli, Doppelchor und
                          Orchester

Odyssee 17, 63 - 93

Telemach in Ithaka
Athene hat ihm besondere Anmut verliehen, Telemach verweilt nicht im Gedränge der Freier, sondern setzt sich zu drei alten Freunden seines Vaters, Mentor, Antiphos und Halitherses. Peiraios will, dass Telemach Dienerinnen in sein Haus schickt, um die Geschenke in Empfang zu nehmen, die ihm Menelaos mitgegeben hat.
Telemach: "Feund, die Gaben liegen besser bei dir. Falle ich von dem Meuchelmorde der Freier und teilen sie mein Erbgut, so gönne ich jene köstlichen Dinge dir besser als ihnen". Er führt den Seher Theoklymenos in seinen Palast. Dort nehmen beide ein erquickendes Bad und geniessen das Frühstück im Saal.




Amadé hofft (wie Telemach, dass die Freier besiegt werden) - vergeblich, durch Komposition der Kantate Davidde Penitente,  Auftragswerk der Wiener Tonkünstlersozietät (eine Rentenkasse für die Witwen und Waisen von Berufsmusikern), dort Aufnahme zu erlangen.



Mozart unterlegt Kyrie und Gloria seiner unvollendet gebliebenen Missa KV 427 (-->) frei gedichtete Buß- und Reuegebete im Stil des Alten Testaments. Neu komponiert er die Arie "A te, fra tanti affanni" für Tenor und vier konzertierende Bläser, die Koloraturarie "Tra l’oscure ombre funeste" für einen ersten Sopran sowie die Kadenz der drei Solisten im Schlusschor.

KV 469 Nr. 6 Arie A te,  fra tannti affani


A te, fra tanti affanni
pietà cercai o signore,
che vedi il mio bel core,
che mi conosci almen.


Udisti i voti miei:
e già godea quest'alma
per te l'usata calma
delle tempeste in sen.



Bei dir, inmitten von soviel Qual, suchte ich Trost, o Herr,

daß du mein gutes Herz sehen mögest
und weißt, wer ich bin.


Du hörtest mein Gelübde,
und schon freut sich diese Seele,
durch dich gelassen den Stürmen
des Herzens zu widerstehen.




Tra l'oscure ombre funeste,
splende al giusto il ciel sereno,
serba ancor nclle tempeste
la sua pace un fido cor.


Alme belle, ah si godete!
né alcun fia che turbi audace
quella gioia a quella pace,
di cui solo è Dio l'autor.

Durch die düsteren, dunklen Wolken
bricht für den Gerechten schon der heitere Himmel,
er bewahrt noch in den Stürmen
seinen Frieden, ein treues Herz.


Schöne Seelen, ach, freut euch!
Keiner wage es kühn,
Diese Freude und diesen Frieden zu stören,
deren Quelle Gott allein ist.














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