Dienstag, 3. Januar 2012

1. Oktober

Mozart KV 492 La nozze di Figaro: Terzett Cosa sento! tosto andate!

Odyssee 18, 206 - 242

Penelope kommt aus ihren Gemächern zu den Freiern.
Als diese sie sehen, schlägt ihnen allen das Herz im Leibe, jeder wünscht sie als Gattin. Die Königin wendet sich an Telemach ihren Sohn, macht ihm Vorwürfe, welche Tat er im Saale begehen ließ? 
"Das muss uns ja vor allen Menschen Schande bringen!"
Telemach: "Ich verarge dir deinen Eifer nicht, aber diese feindseligen Männer, betäuben mich ganz."
Der Kampf des Fremden mit Iros sei nicht so ausgegangen, wie die Freier es wünschten.


Auch in der Oper von der Hochzeit des Figaro wird es dramatisch ...
7. Terzett:Cosa sento! Tosto andate, e scacciate il seduttor“ – „Wie? Was hör' ich? Unverzüglich geh' und jage den Bösewicht gleich fort“: Als der Graf und Basilio auftreten, versteckt sich Cherubino und Susanna täuscht eine Ohnmacht vor; in dem Durcheinander springt der Page auf einen Stuhl und verbirgt sich unter einem Kleid.


8. Chor: „Giovani liete, fiori spargete“ – „Muntere Jugend, streue ihm Blumen“: Der von Susanna bisher abgewiesene Graf entdeckt ihn, und er wird nur durch den Auftritt der Landleute von einer Bestrafung des eifersüchtigen Schlossherrn verschont.

KV 492 Nr. 7 Terzett
KV 492 Nr. 8 Coro (6:01)




No. 7. Terzetto
CONTE
Cosa sento! tosto andate,
E scacciate il scduttor.


BASILIO
In mal punto son qui giunto!
Perdonate, o mio signor.


SUSANNA
Che ruina, me meschina!
Son oppressa dal dolor.


BASILIO E CONTE
Ah, già svien la poverina!
Come, oh Dio! le batte il cor!


BASILIO
Pian pianin: suquestoseggio.


SUSANNA
Dove sono? cosa veggio?
Che insolenza, andate fuor.


CONTE
Siamo qui per aiutarti,
Non turbarti, o mio tesor.


BASILIO
Siamo qui per aiutarvi,
È sicuro il vostro onor.
Ah del paggio quel ch’ho detto
Era solo un mio sospetto!


SUSANNA
E un’insidia, una perfidia,
Non credete all'impostor.


CONTE
Parta, parta il damérino!


SUSANNA E BASILIO
Poverino!


CONTE
Poverino!
Ma da me sorpreso ancor.


SUSANNA
Come!


BASILIO
Che!


CONTE
Da tua cugina
L’uscio ier trovai rinchiuso,
Picchio, m’apre Barbarina
Paurosa fuor dell’uso.
Io dal muso insospettito,
Guardo, cerco in ogni sito,
Ed alzando pian pianino
Il tappeto al tavolino,
Vedo il paggio!
Ah, cosa veggio!


SUSANNA
Ah, crude stelle!


BASILIO
Ah, meglio ancora!


CONTE
Onestissima signora!
Or capisco come va.


SUSANNA
Accader non può di peggio;
Giusti Dei! che mai sarà?


BASILIO
Cosi fan tutte le belle!
Non c’è alcuna novità.


Nr. 7 Terzett
GRAF
Was hör ich! Geht sofort.
Und jagt den Verführer davon.


BASILIO
Zur Unzeit kam ich.
Verzeiht, mein Herr.


SUSANNA
Welch’ Unglück, ich Arme!
Mich überwältigt der Schmerz.


BASILIO UND GRAF
Oh, schon wird die Arme ohnmächtig!
O Gott, wie schlägt ihr Herz.


BASILIO
Vorsichtig, auf diesen Sitz.


SUSANNA
Wo bin ich? Was seh’ ich?
Welche Frechheit, geht hinaus.


GRAF
Wir wollen dir helfen,
Nicht dich erschrecken, mein Schatz.


BASILIO
Wir wollen dir helfen,
Eure Ehre ist ungefährdet.
Was ich über den Pagen sagte,
War nur ein Verdacht!


SUSANNA
Es ist eine Falle, eine Gemeinheit,
Glaubt dem Lügner nicht.


GRAF
Der lose Jüngling soll gehen.


SUSANNA UND BASILIO
Der Arme!


GRAF
Der Arme!
Ich habe ihn schon wieder ertappt.


SUSANNA
Wie!


BASILIO
Was!


GRAF
Deiner Kusine Tür
Fand ich gestern verschlossen.
Ich klopfte, Barbarina öffnet mir
Besonders ängstlich.
Dies Benehmen ließ mich argwöhnen,
Ich schaue, ich suche in jedem Winkel,
Ganz vorsichtig lüft’ich
Das Tuch am Tische

Und sehe den Pagen!
Oh, was seh’ich!


SUSANNA
Oh, grausamer Himmel!


BASILIO
Oh, noch besser!


GRAF
Tugendreichste Dame!
Nun versteh' ich, was man spielt.


SUSANNA
Schlimmeres konnte nicht geschehen;
Gerechte Götter! Was wird nun werden?


BASILIO
So machen es alle Schönen!
Das ist nicht neu.


N. 8. Coro
CONTADINI E CONTADINE
Giovani liete,
Fiori spargete
Davanti al nobile
Nostro signor.
II suogran core
Vi serba intatto
D’un più bel fiore
L’almocandor.



Nr. 8 Chor
BURSCHEN UND MÄDCHEN 
Fröhliche Jugend,
Streut Blumen
Vor unserem
Edlen Herrn.
Sein großes Herz
Läßt unberührt
Der schönsten Blume
Göttliche Reinheit.










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