Dienstag, 3. Januar 2012

10. Oktober

Mozart KV 500 Zwölf Variationen B-Dur über ein eigenes Thema für Klavier

Odyssee 19, 75 - 105

Odysseus in seiner Widerrede weiter zur Magd Melantho:
"Einst war auch ich glücklich, wohnte im reichen Hause, gab dem wandernden Fremdling, wie auch sein Aussehen sein mochte, was er bedurfte. Auch Diener und Dienerinnen hatte ich genug; doch das alles hat mir Zeus genommen. Bedenke, Weib, dass es dir auch so gehen könnte; wie, wenn die Fürstin einmal dir ernstlich zürnete? Wenn gar Odysseus heimkäme? Noch ist die Hoffnung dazu nicht ganz verschwunden! Oder wenn Telemach, der kein Kind mehr ist, an seiner Stelle handelte?"
Penelope hört, was der Bettler spricht, schilt die übermütige Dienerin: "Schamloses Weib, ich kenne deine schlechte Seele wohl und weiß, was du tust; du sollst es mir mit deinem Kopfe büßen! Hast du doch selbst von mir gehört, dass ich den Fremdling ehre und ihn in meinen eigenen Gemächern über den Gemahl befragen will, und dennoch wagst du's, denselben zu verhöhnen!"
Melantho schleicht eingeschüchtert davon, die Schaffnerin stellt dem Bettler einen Stuhl hin, Penelope fragt ihn: "Wer und woher bist du?"
Wie so oft wird die Kunstfigur des Wer? und Woher? in der Odyssee variiert ...

Mozarts Zwölf Variationen für Klavier über ein Allegretto in B-Dur KV 500 gehören in das Jahr 1786. Amadé verzichtet weitgehend auf brillante pianistische Effekte. Das schlichte Thema im Gavottenrhythmus lockert er zunächst nach alter Variationsmanier auf, bildet es um. Bemerkenswert sind die Variationen VIII, in der Mozart die Technik des Quartettsatzes anwendet, und X, wo er Fragmente des Themas im Diskant mit einem Bassmotiv koppelt, sowie zwei virtuose Kadenzen.


KV 500












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