Dienstag, 3. Januar 2012

15. Oktober

Mozart KV 505 "Ch'io mi scordi di te?" - "Non temer, amato bene", Szene und Rondo für Sopran mit obligatem Klavier und Orchester

Odyssee 19, 236 - 267

 
Penelope erkennt die Kleidung des Odysseus, die ihr der Bettler beschreibt.
Odysseus tröstet sie.
Und Penelope stimmt an: "Ch’io mi scordi di te"

Die Text für KV 505 entnimmt Mozart seiner Oper Idomeneo. Die Szene mit obligatem Klavierpart schreibt er 1786 für



Nancy Storace,

erste Susanna im Figaro. Mozart selbst spielt bei der Aufführung am 23. Februar 1787 das Klavier. Den Text des Rezitativs, ursprünglich ein Dialog mit Ilia, kürzt er. Die Komposition steht KV 490 --> sowohl textlich als auch in der Konzeption sehr nahe, wobei der Part des obligaten Klaviers hier noch längere Solopassagen aufweist und Amadé die Singstimme noch virtuoser behandelt.

KV 505

IDAMANTE
Ch’io mi scordi di te?

Che a lui mi doni
Puoi consigliarmi?
E puoi voler che in vita...
Ah no.


Sarebbe il viver mio
Di morte assai peggior.
Venga la morte,
Intrepida l’attendo.
Ma, ch’io possa struggermi ad altra face,
Ad altr’oggetto
Donar gl’affetti miei,
Come tentarlo?
Ah! di dolor morrei.


Non temer, amato bene,
Per te sempre il cor sarà.
Più non reggo a tante pene,
L’alma mia mancando va.



Tu sospiri? o duol funesto!
Pensa almen, che istante è questo!
Non mi posso, oh Dio! spiegar.


Stelle barbare, stelle spietate!
Perché mai tanto rigor?


Alme belle, che vedete
Le mie pene in tal momento,
Dite voi, s’egual tormento
Può soffrir un fido cor?


IDAMANTE
Daß ich dich vergessen sollte?
Du kannst mir raten,
dass du mich ihm gibst?
Und du kannst wollen, dass in meinem Dasein ...
Ach nein.

Das Leben wäre
viel schlimmer als der Tod!
Der Tod möge kommen, ich erwarte ihn unerschrocken.
Doch dass ich an einer anderen Fackel
schmelzen könnte,
das ich meine Liebesgefühle
einem anderen Wesen schenken könnte;
wie sollt ich das versuchen?
Ach, ich würde vor Schmerz sterben.


Fürchte dich nicht, geliebtes Wesen,
dies Herz wird immer für dich da sein.
Ich kann nicht mehr vor so großen Schmerzen bestehen.
Es stockt mein Herz.


Du seufzt? Ach verhängnisvoller Schmerz!
Bedenke wenigstens, welch ein Augenblick dies ist!
Ach Gott, ich kann es nicht erklären.


Grausame Sterne, erbarmungslose Sterne!
Weshalb nur solche Härte?


Ihr schönen Wesen, die ihr
meine Schmerzen in diesem Augenblick anschaut,
sagt doch, ob ein treues Herz
eine solche Qual ertragen kann?

 










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