Dienstag, 3. Januar 2012

19. Oktober

Mozart KV 509 Sechs Deutsche Tänze für Orchester

Odyssee  19, 369 - 400

Eurykleia will Odysseus die Füße waschen.
Er sei Odysseus an Getalt und Wuchs so ähnlich. Odysseus befürchtet, sie werde ihn an seiner Narbe erkennen.


Beim Grafen Pachta in Prag geht es nicht um eine Fußwaschung, sondern um die Komposition eines deutschen Tanzes.
"Jeder Teutsche hat sein Trio, oder vielmehr Alternativo; – nach dem Alternativo wird der Teutsche wider widerhollet, dann wieder das Alternativo; dann geht es durch den Eingang weiter in den folgenden Teutschen", notiert Amadé auf dem Autograph der 1787 in Prag entstandenen Sechs Deutschen Tänze KV 509.
Die vielleicht glücklichsten Zeiten in Amadés leidvollen letzten Jahren waren seine Besuche in Prag. Das erstemal kam er im  1787 dort an und schreibt am 15. Januar:
"Um 6 uhr fuhr ich mit grafen Canal auf den sogenannten bret-feldischen ball, wo sich der kern der Prager Schönheiten zu versammeln pflegt... ich sah aber mit ganzem Vergnügen zu, wie alle diese leute auf die Musick meines figaro, in lauter Contretänze und teutsche verwandelt, so innig herumsprangen; — denn hier wird von nichts gesprochen als vom — figaro; nichts gespielt, eblasen, gesungen und gepfiffen als — figaro... "

Nissen, Mozarts Biograph und nach dessen Tod Constanzes zweiter Ehemann, erzählt die Geschichte, nach der wir die einzige Komposition dieses Monats einer List des Grafen Johann Pachta verdanken. Da er Mozarts Vorliebe für Feste kennt, lädt er ihn eine Stunde vor den übrigen Gästen in sein Palais ein. Bei seiner Ankunft wird der erstaunte Komponist in ein Arbeitszimmer geführt, wo man ihm - statt eines Abendessens - Feder, Tinte und Papier bringt. Nach Ablauf der Stunde präsentiert er seinem Gastgeber eine Gruppe von Tänzen.
Nicht sicher ist, ob es KV 509 war, was Amadé komponierte ...

KV 509












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