Dienstag, 3. Januar 2012

23. Oktober


Mozart KV 515 Streichquintett C-Dur

Odyssee 19, 491 bis 529

Eurykleia verspricht zu schweigen und Odysseus die Mägde zu nennen, die ihm Schande gemacht und die unsträflich blieben.
Er habe Augen zu sehen und wisse das selbst, antwortet ihr Odysseus.
Eurykleia badet ihm dann die Füße, er bedeckt seine Narbe mit dem Mantel und rückt seinen Stuhl zu Penelope.

Diese klagt ihm ihre schlaflosen Nächte, wo sie darüber nachsinnt, ob sie einem der Freier das Ja-Wort geben oder auf Odysseus warten solle.



Wie Penelope sich mit ihrer Entscheidung quält, sinnt Mozart über eine Erneuerung der der Kammermusik nach und bereichert sie mit seinen Quintetten.
Die Gattung Streichquintett hat sich in den 1780er Jahren zunehmend in Wien etabliert, und Amadés ab 1787 entstandene Quintettkompositionen - deren fünftes Instrument stets eine Bratsche ist - tragen zur Weiterentwicklung dieser Tradition maßgeblich bei. Im C-Dur-Quintett, wie das g-Moll-Quintett KV 516 --> zur Zeit der Arbeit am "Don Giovanni" komponiert, gibt Mozart in der ausgedehnten Anlage den klanglichen Möglichkeiten der Fünfstimmigkeit Raum. Auf den ersten Satz in Sonatensatzform folgt ein Menuett von scherzoartigem Charakter und ein zweiteiliges Andante. Im Finale, einer Mischung aus Rondo und Sonatensatz, zeigt Amadé vielfältige Entwicklungen und kontrapunktische Verarbeitungen des betont einfachen Themas.


Text der Anzeige in der Wiener Zeitung:
"Musikalische Nachricht. Drei neue Quintetten à 2 Violini, 2 Viola e Vicoloncello, welche ich, schön u. korrekt geschrieben, auf Subscription anbiete. Der Preis der Subscription ist 4 Ducaten zu 18fl. Wiener Curent.- Die Subscriptions-Billets sind täglich bei Herrn Puchberg in der Sallingischen Niederlagshandlung am hohen Markte zu haben, allwo vom 1. Julius an auch das Werk selbst zu haben sein wird. Ausländische Liebhaber ersuche ich, ihre Bestellungen zu frankiren. Wien den 1. April 1788. Kapellmeister Mozart in wirkl. Dienste Sr. Majestät"














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