Dienstag, 3. Januar 2012

25. Oktober

Mozart KV 521 Sonate für Klavier zu vier Händen

Odyssee 19, 559 - Schluss

Penelope fragt den Bettler um Rat, seufzend:
"Träume sind Schäume, morgen kommt der entsetzliche Tag, der mich vom Hause des Odysseus scheiden wird. Da will ich den Wettkampf bestimmen; mein Gemahl pflegte manchmal zwölf Äxte hintereinander aufzustellen; dann trat er zurück und schnellte den Pfeil vom Bogen durch alle zwölf hindurch. Wer nun von den Freiern dieses Kunststück mit des Odysseus' Bogen, den ich immer noch aufbewahre, vollbringt, dem will ich folgen."
"Tue das, ehrwürdige Königin, bestimme morgen auf der Stelle den Wettkampf, denn eher kommt dir Odysseus, als dass jene seinen Bogen spannen und durch die zwölf Löcher der Äxte den Pfeil schießen."



Wie Odysseus mit Pfeil und Bogen umgehen konnte, so Amadé mit dem vierhändigen Klavierspiel, und das seit Kindesbeinen. Die Geschwister Mozart waren auf ihren frühen Konzertreisen, bevorteilt durch ihre Kinderhände, publikumswirksam als Duo an einem Instrument aufgetreten, was aufgrund der damals kürzeren Tasten eine Seltenheit war.
Mozart will seine Fähigkeiten im vierhändigen Spiel im Untericht weitergeben. Die Sonate KV 521 entsteht 1787 in Wien. Sie ist seinen Schülerinnen Nanette und Babette Natorp gewidmet. Den Fähigkeiten der Schwestern angemessen, schreibt Mozart ein konzertant-virtuoses Werk. Polyphone Techniken treten in den Hintergrund. Er verwendet sie erst im a-Moll-Mittelteil des Schlussrondos.

KV 521 1. Allegro und 2. Andante
KV 521 2. Andante Forts. und 3. Allegretto








Martha Argerich * 1941 und Igorevitch Kissin * 1971











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