Dienstag, 3. Januar 2012

30. Oktober

Mozart KV 527 Don Giovann - Leporello: "Madamina! Il catalogo"

Odyssee 20, 134 - 176

Am Morgen im Palast.
Er tue ihrer Herrin unrecht, antwortet Eurykleia, der Fremdling habe so lange und so viel Wein getrunken, wie er wollte, und Speise verlangte er keine mehr. Man bot ihm ein köstliches Lager an, aber er verschmähte es; mit Mühe ließ er sich ein schlechteres gefallen.


Wie im Palast auf Ithaka, so spitzt es sich im Leben Don Giovannis in Venedig zu: Der Wüstling ist wieder mit seinem Diener Leporello auf Tour ...
Dieser hält Wache vor dem Haus, in das Don Giovanni geschlichen ist, um Donna Anna zu verführen, die Verlobte von Ottavio. Sie und er erscheinen, etwas ist passiert (Spannung im Lebretto - bis heute rätseln die Interpreten: Ist Die Verführung gelungen oder nicht?) Sie will den Davoneilenden aufhalten, will wissen, wer er ist, und schreit um Hilfe.
Als ihr Vater, der Komtur, erscheint, rennt sie ins Haus. Der Komtur wird im erzwungenen Duell von Don Giovanni erstochen, der unerkannt bleibt. Anna entdeckt den toten Vater, ist bestürzt, Ottavio schwört Rache.
Weiter Nacht, Strasse:
Don Giovanni erkennt Elvira nicht, die er bereits früher verführt hat. Er versucht, sich mit ihr bekannt zu machen. Enlich merkt er, wen er vor sich hat, schiebt Leporello vor und flieht. Leporello will Elvira trösten, indem er eine Liste mit Don Giovannis Liebschaften entrollt, die berühmte "Registerarie".
Elvira schwört Rache.
Die Oper (Aufführungsdauer 2 Stunden und 45 Minuten), zählt zu den Meisterwerken der Operngeschichte. In der Interpretation des Don Juan-Stoffes stellt sie einen Wendepunkt dar. Mozart und da Ponte machen aus dem Stück einen aristokratischen Anarchisten, nicht nur E. T. A. Hoffmann und Søren Kierkegaard haben sich damit intensiv auseinandergesetzt.
3 Stunden Zauber, 3 Stunden geniale Musikdramatik ...

KV 527 4. Aria Leporello


LEPORELLO
Madamina, il catalogo è questo
Delle belle che amò il padron mio;
un catalogo egli è che ho fatt'io;
Osservate, leggete con me.
In Italia seicento e quaranta;
In Almagna duecento e trentuna;
Cento in Francia, in Turchia novantuna;
Ma in Ispagna son già mille e tre.
V'han fra queste contadine,
Cameriere, cittadine,
V'han contesse, baronesse,
Marchesine, principesse.
E v'han donne d'ogni grado,
D'ogni forma, d'ogni età.
Nella bionda egli ha l'usanza
Di lodar la gentilezza,
Nella bruna la costanza,
Nella bianca la dolcezza.
Vuol d'inverno la grassotta,
Vuol d'estate la magrotta;
È la grande maestosa,
La piccina e ognor vezzosa.
Delle vecchie fa conquista
Pel piacer di porle in lista;
Sua passion predominante
È la giovin principiante.
Non si picca - se sia ricca,
Se sia brutta, se sia bella;
Purché porti la gonnella,
Voi sapete quel che fa.


LEPORELLO
Schöne Donna! Dies genaue Register,
Es enthält seine Liebesaffären;
Der Verfasser des Werks bin ich selber;
Wenn's gefällig, so gehn wir es durch.
In Italien sechshundertundvierzig,
Hier in Deutschland zweihundertunddreissig,
Hundert in Frankreich und neunzig in Persien,
Aber in Spanien schon tausend und drei.
Hier ein schlichtes Bauernmädchen,
Dort die Schönste aus dem Städtchen,
Kammerzofen, Baronessen,
Hochgeborene Prinzessen,
Mädchen sind's von jedem Stande,
Jeder Gattung und Gestalt,
Schön und hässlich, jung und alt!
Bei Blondinen preist er vor allem
Holde Anmut und sanftes Wesen,
Bei Brünetten feste Treue,
Bei den Blassen süsses Schmachten.
Volle sucht er für den Winter,
Für den Sommer schlanke Kinder.
Grosse liebt er gravitätisch,
Ernst und vornehm, majestätisch.
Doch die Kleine, die sei possierlich,
Die sei manierlich, sei fein und zierlich.
Dass dies Büchlein Stoff erhalte,
Schwärmt er manchmal auch selbst für - Alte.
Doch wofür er immer glühte,
Ist der Jugend erste Blüte.
Elvira bricht zusammen.
Da 's ihm gleich ist, ob sie bleich ist,
Ob sie bettelt oder reich ist,
Kirrt er Weiber jeder Sorte.
Nun, Ihr wisst ja, wie's da geht.
Doch wozu auch all' die Worte,
Kennt ja selbst ihn ganz genau.












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