Dienstag, 3. Januar 2012

7. Oktober

Mozart KV 498 Trio Es-Dur für Klavier, Klarinette und Viola, "Kegelstatt-Trio"

Odyssee 18, 405 - Schluss

Odysseus im Streit mit den Freiern.
Telemach fordert höflich, aber bestimmt seine Gäste auf, sich zur Nachtruhe zu begeben.
Amphinomos: "Ihr habt billige Worte vernommen, meine Freunde, widersetzet euch nicht; auch den Fremdling soll niemand hinfort, weder ihr noch ein Diener im Palaste, mit Wort oder Werken kränken! Füllet die Becher noch einmal zur Opferspende, und dann lasst uns nach Hause wandeln. Der Fremdling aber bleibe hier unter dem Schutze des Telemach, an dessen Herd er sich geflüchtet hat."
So geschieht es.

Nicht mit einer Opferspende für die Götter, sondern mit dem Trio KV 498 für seine Lieblingsschülerin


Franziska von Jacquin

hat Amadé 1786 eine Kegelpartie beendet, weshalb es den Beinamen "Kegelstatt-Trio" trägt. Die ungewöhnliche Besetzung für Klavier, Klarinette und Viola geht vermutlich auf Mozarts Bekanntschaft mit dem Klarinettisten Anton Stadler zurück, der wohl auch für den Klarinettenpart dieses Werkes vorgesehen war. Bemerkenswert ist vor allem die eigenwillige Form des Trios: Ein Andante und ein rondoförmiges Allegretto umschließen ein Menuett mit Trio. Immer wieder zeigt sich die Gleichberechtigung der Instrumente, wenn beispielsweise die Klarinette das zweite Thema des ersten Satzes in der Exposition spielt und in der Reprise es die Viola wiederholt oder im Finalsatz der dialogische Wettstreit der Melodieinstrumente das in früheren Trios dominierende Klavier mehr und mehr in den Hintergrund drängt.











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