Dienstag, 3. Januar 2012

11. November

Mozart KV 537 Konzert für Klavier ("Krönungs-Konzert")

Odyssee 21,  66 - 97

Der Bogenwettkampf wird vorbereitet.    
Der erste Pfeil wird zufällig Antinoos beschieden.
Da steht Telemach auf:
"Fürwahr, Zeus hat mir meinen Verstand genommen! Meine Mutter erklärt sich bereit, dieses Haus zu verlassen und einem Freier zu folgen, und ich lache dazu. Wohlan, ihr Freier, ihr wagt den Wettkampf um ein Weib, wie in ganz Griechenland keines mehr ist. Doch das wisset ihr selbst, und ich brauche meine Mutter nicht zu loben. Drum ohne Zögern den Bogen gespannt! Hätte ich doch selbst Lust, mich im Wettkampf zu versuchen; dann, wenn ich euch besiegte, würde mir die Mutter das Haus nicht verlassen!"
Dann wirft Telemach Purpurmantel und Schwert von der Schulter, zieht eine Furche in den Estrich des Saals, bohrt die Äxte, eine um die andere, in den Boden und stampfte die Erde wieder fest. Alle bewundern seine Kraft und sichere Genauigkeit. Er greift nach dem Bogen und versucht ihn zu spannen, dreimal versagt ihm die Kraft. Als es ihm beim vierten Mal gelingen will, hält ihn ein Wink vom Vater zurück.

Leopold II.,
1790 bis 1792 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches,
König von Böhmen, Kroatien und Ungarn.
"Krönungskonzert" hat der Verleger André das KV 537 genannt. Amadé hat das Klavierkonzert Nr. 26  in D-Dur - komponiert 1788 - erstmals am 17. April 1789 in Dresden (im Rahmen seiner Berlin-Reise mit dem Fürsten Lichnowsky) und am 17. Oktober 1790 in Frankfurt am Main anlässlich der Krönung Leopolds II. (das letzte große Ereignis des Heiligen Römischen Reiches. Man hoffte auf eine lange Friedenszeit unter einem als Titus verklärten fähigen Herrscher. Mozart komponierte anlässlich der Krönung in Prag die Oper La clemenza di Tito -->) gespielt.
In - wie immer - großer Eile niedergeschrieben (im Solopart notiert Mozart größtenteils die linke Hand nicht), hält das Konzert einige Überraschungen bereit. Es ist locker gefügt, mit dem Nachdruck auf dem melodischen Geschehen, reich an virtuosem Figurenwerk - und dabei mit einem ganz einfachen und schönen A-dur-Larghetto als Mittelsatz, ein Vorgriff auf vor- und frühromantische Konzerte, schon in der Nähe des frühen Beethoven. Das zweite Thema des Finalrondos ist in der Durchführung von Bedeutung und zeigt, dass Mozart vor allem in den Finalsätzen immer nach neuen Gestaltungsprinzipien sucht.
Es war im 19. Jahrhundert sein beliebtestes Konzert.

KV 537 1. Allegro
KV 537 2. Larghetto
KV 537 3. Allegretto










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