Dienstag, 3. Januar 2012

12. November

Mozart KV 538 Arie für Sopran "Ah se in ciel"

Odyssee 21,  130 - 163

Telemach gibt es auf, den Bogen zu spannen. 
Antinoos teilt die Reihenfolge ein.
Leiodes, der Opferer und der einzige, dem der Unfug der Freier zuwider war und der die ganze Rotte hasst, bemüht sich vergebens, den Bogen zu spannen.
"Tu es ein anderer, ich bin der Rechte nicht! und vielleicht ist keiner in der Runde, der es vermag."


Und nocheinmal ist es Aloysia, seine Schwägerin Lange, für die Amadé ihre letzte Arie, ein Bravourstück, im März 1788 schreibt. Er wählt wiederum einen Metastaio-Text. Höchst virtuos ist der Gesangspart und überreich an Koloraturen. Das Stück wirkt durch das große Orchester-Vorspiel und die Anlage des Da-capo, das an eine sinfonische Reprise erinnert, sehr konzertant. Mozarts Arie KV 538 ist unverdientermaßen viel zu wenig bekannt.

KV 538

LISINGA
Ah se in ciel, benigne stelle,
La pietà non è smarrita,
O toglietemi la vita,
O lasciatemi il mio ben!


Voi, che ardete ognor sìi belle
Del mio ben nel dolce aspetto,
Proteggete il puro affetto
Che ispirate a questo sen.


LISINGA
Ach ihr gütigen Sterne, wenn im Himmel
das Erbarmen nicht verschwunden ist,
so nehmt mir entweder das Leben,
oder laßt mir mein geliebtes Gut!

Ihr, die ihr jederzeit so schön leuchtet
im süßen Anblick meines Liebsten,
schützt die reine Neigung,
die ihr in dieser Brust entfacht habt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen