Dienstag, 3. Januar 2012

19. November

Mozart KV 543 Sinfonie Nr. 39 Es-Dur

Odyssee 21, 361 - 392

Der Sauhirt holt den Bogen, wird von den Freiern beschimpft.
"Wohin mit dem Geschoß, du Rasender? Juckt es dich, von deinen eigenen Hunden bei den Schweineställen zerrissen zu werden?"
Erschrocken legt er den Bogen von sich; Telemach aber ruft mit drohender Stimme:
"Hierher mit dem Bogen, Alter! Du hast nur einem zu gehorchen, sonst jage ich dich mit Steinen hinaus, obgleich ich der Jüngere bin. Wäre ich nur den Freiern überlegen, wie ich dir es bin!"
Die Freier lachen, der Sauhirt reicht dem Bettler den Bogen, dann befiehlt er der Schaffnerin, die Pforten des Hintergemachs zu verriegeln, Philoitios eilt aus dem Palaste und verriegelt sorgfältig die Türe des Vorhofs.


Auch Mozart geht dem Abschluss seiner Gesamtkomposition entgegen.
Höhepunkt des sinfonischen Schaffens Amadés sind die 1788 in der unglaublich knappen Zeit von knapp zwei Monaten entstandenen drei letzten Sinfonien (KV 543, 550, 551). Sie tragen allesamt einen individuellen Ausdruck.
Die heitere, festliche Es-Dur-Sinfonie beginnt Mozart mit einer langsamen Einleitung, die er mit würdevollen, harmonisch spannungsvoll punktierten Akkorden bestimmt.
Im ersten Thema des folgenden Allegro setzt er sich über das Schema des Sonatensatzes hinweg: er gestaltet es nicht männlich-heroisch, sondern zart und gesanglich. Einen schmerzlichen Asudruck verleiht Amadé dem schlichten Thema des Andante, das er zunächst auf die Streicher beschränkt, mit dem Einsatz der Bläser. Er vereinheitlicht mit fortwährender Punktierung den Satz. Einem höfischen Menuett mit ländlerartigem Trio schließt er den Finalsatz an, mit dessen Thema, das den gesamten Satz durchzieht, er uns aufmuntert.



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