Dienstag, 3. Januar 2012

25. November

Mozart KV 549 Canzonetta "Più non si trovano"

Odyssee 22, 135 - 169

Freiermord.
Agelaos will durch eine Seitentür fliehen.
Der Ziegenhirte auf der Seite der Freier:
"Pforte und Gang sind so eng, dass nur ein einzelner Mann hindurchkann, und wenn sich von jenen vieren nur einer darvorstellt, so wehrt er uns allen. Lass lieber mich unbemerkt hinausschlüpfen, so hol ich euch Waffen genug vom Söller."
Der Ziegenhirt kommt mit 12 Schilden und ebenso vielen Helmen und Lanzen zurück. Odysseus erschrickt.
Telemach: "Vater, ich bin schuld; ich habe vorhin, als ich die Waffen holte, die Türe der Rüstkammer in der Eile nur angelehnt."
Der Sauhirt eilt nun hinauf zur Kammer, um sie zu verschließen. Durch die offene Türe sieht er, wie drin der Geißhirt steht, weitere Waffen zu holen. "Soll ich mich des Schalks bemächtigen?"



Für Freund Gottfried von Jacquin und dessen Hausmusiken schreibt Amadé mehrere Notturni (KV 346 -->, 436 -->, 437, 438-->, 439 -->und 549)
Die Canzonetta "Più non si trovano" für zwei Soprane und Bass ist auf den 16. Juli 1788 datiert - mit ihr kann Mozart nur Penelope meinen! Ihr liegt ein Text aus dem 1. Akt von Pietro Metastasios "Olimpiade" zugrunde. Die Begleitung durch drei Bassetthörner ist nicht gesichert, passt aber in den Zusammenhang der anderen Stücke, die Mozart in gleicher Besetzung zum Anlass der Soireen schreibt.

Più non si trovano fra mille amanti
Sol due bell'anime che sian costanti,
E tutti parlano di fedelità.


E il reo costume tanto s'avanza
Che la costanza di chi ben ama
Ormai si chiama semplicità.


Unter tausend Liebhabern
gibt es nur zwei standhafte Seelen,
und alle reden von Treue.


Der schlechte Brauch ist so verbreitet,
dass die Treue eines wahrhaft Liebenden
für einfältig gehalten wird.















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