Dienstag, 3. Januar 2012

26. November

Mozart KV 550 Sinfonie Nr. 40 G-moll

Odyssee 22, 170 - 202


Freiermord. 
Der Schweinhirt überascht den Geißhirten in der Waffenkammer.     
Nimm den Rinderhirten mit, überfallet ihn in der Kammer, drehet ihm die Hände und Füße auf den Rücken und hänget ihn mit einem starken Seil an die Mittelsäule der Kammer, daß er in Qualen harre. Dann schließet die Türe zu und kehret zurück, so befiehlt es Odysseus.
Die Hirten gehorchen. Als er zur Schwelle kommt,  in der einen Hand einen Helm, in der andern einen alten verschimmelten Schild, packen sie ihn, werfen den Schreienden zu Boden, fesseln ihm Hände und Füße auf dem Rücken, knüpfen an einen Haken der Decke ein langes Seil, schlingen es um seinen Leib und ziehen ihn an der Säule bis dicht an die Balken empor. Sie verschließen die Pforte und kehren auf ihre Posten zu den Helden zurück.




Auch bei Mozart geht es wieder rasant zu. 1788 schreibt Amadé nur innerhalb von knapp zwei Monaten seine drei letzten Sinfonien (KV 543, 550, 551), 
zugleich Abschluss und Höhepunkt seines sinfonischen Schaffens. Den schmerzlich-leidenschaftlichen Charakter der ganzen g-Moll-Sinfonie macht uns Mozart schon im seufzerartigen ersten Thema deutlich. Im Andante führt er dann Beweis, dass Ausdrucksintensität keineswegs von melodischer Intensität abhängt, denn schon das Hauptthema besteht nicht aus einer einzelnen melodischen Linie, sondern aus einem mehrschichtigen Geflecht. Das schroffe, von Synkopen geprägte Menuett realisiert die Emanzipation zum gleichgewichtigen Sinfoniesatz. Entgegen der Tradition ist das Finale kein fröhlicher Kehraus, sondern ein düsterer, kämpferischer Satz, der unerbittlich in Moll endet.










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