Dienstag, 3. Januar 2012

27. November

Mozart KV 551 Sinonie mit der Schlußfuge (Jupiter-Sinfonie)

Odyssee 22, 203 - 235

Der Freiermord.
Unverhofft kommt Athene in Mentors Gestalt, Odysseus erahnt die Göttin.  Als die Freier den neuen Kämpfer bemerken, ruft Agelaos zornig hinauf: "Mentor, ich sage dir, laß dich durch Odysseus nicht verleiten, die Freier zu bekriegen, sonst ermorden wir mit Vater und Sohn auch dich und dein ganzes Haus!"
Athene gerät in Wut, spornt den Odysseus an.
"Dein Mut scheint mir nicht mehr derselbe zu sein, Freund, wie du ihn zehn Jahre lang vor Troja bewiesest. Durch deinen Rat sank diese Stadt; und nun, wo es gilt, in deiner eigenen Heimat Palast und Gut zu verteidigen, zagest du den Freiern gegenüber?"




Statt Jupiter könnte auch Athene den Beinamen für Mozarts Sinfonie liefern, wie sie in der Odyssee so oft beweist ...
Amadés letzte Sinfonie und zugleich den Abschluss seiner sinfonischen Trias (KV 543 -->, 550 -->, 551) komponiert er in nur knapp zwei Monaten des Jahres 1788. Er gibt ihr einen sieghaft strahlenden Charakter - ihm verdankt die Sinfonie ihren Beinamen "Jupiter" - mit festlichen Fanfarenklängen am Ende des Kopfsatzes. Im Andante erleben wir durch den Wechsel nach Moll, unruhigen Synkopen sowie stockenden Triolenfiguren die einzige Stimmungseintrübung der Sinfonie. Im Menuett zeigt Mozart die thematische Verwandtschaft innerhalb der Sätze: Er entnimmt das Thema dem Seitensatz des Kopfsatzes. Und im  grandiosen Finale vereint er die Form des Sonatensatzes mit dem Prinzip der Fuge. Imitation, Umkehrung und Schichtung der verschiedenen Themen führen zu höchster kontrapunktischer Verdichtung. Mozart verlagert somit das ursprüngliche Hauptgewicht des Kopfsatzes auf das Finale.


KV 551 1. Allegro vivace 
              Teil 2
KV 551 2. Andante cantabile
KV 551 3. Menuetto. Allegretto
KV 551 4. Molto Allegro



















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