Dienstag, 3. Januar 2012

30. November

Mozart KV 559 Kanon "Difficile lectu mihi mars"

Odyssee 22, 302 - 329

Der Kampf mit den Freiern.
Odysseus und seine Freunde sind von der Schwelle herabgesprungen und durchwüten mit Morden den Saal, dass überall Schädel krachen, Röcheln  zu hören ist und der Boden von Blut trieft.
Leiodes wirft sich Odysseus zu Füßen, umklammert seine Knie:
"Erbarme dich! Nie habe ich Mutwillen in deinem Hause getrieben, habe die andern gezähmt, aber sie folgten mir nicht! Ich bin ihr Opferer und habe nichts getan, soll ich denn auch fallen?"
"Wenn du ihr Opferer bist, so hast du wenigstens für sie gebetet und meine Heimkehr verwünscht!" 
Er rafft das Schwert des Agelaos vom Boden auf und schlägt dem flehenden Leiodes das Haupt vom Nacken.




Amadés Freund, der bayerischen Tenor Johann Nepomuk Peyerl, ist für seine undeutliche, dialektgebundene Aussprache bekannt. Ihn nimmt Mozart mit seinem Kanon "Difficile lectu mihi mars et ionicu" auf den Arm. Der Text ist Nonsens, seine Bedeutung erschließt sich, wenn man die absonderliche lateinische Aussprache des ersten Wortes ("Difickile") zugrundelegt, die undeutliche Artikulation des Folgenden ("Leck du mich im Arsch") und die mannigfache Wiederholung des letzten Wortes in Mozarts Vertonung, die aus "ionicu" beim Hören "coglioni" (=Hoden) macht, eine der vielen vielen Spässe des Genies.


KV 559


Difficile lectu mihi mars
et jonicu difficile.  




























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