Dienstag, 3. Januar 2012

6. November

Mozart KV 532 Terzett für Sopran, Tenor und Baßstimme "Grazie agl'inganni tuoi" von Metastasio

Odyssee 20, 363 - 383

Eurymachos will Theoklymenos den Seher zum Markt bringen lassen.
Theoklymenos entrüstet, und geht.
"Augen, Ohren und Füße sind gesund, auch ist bei mir der Verstand noch am rechten Ort; ich gehe von selbst, denn der Geist weissagt mir das Unheil, das euch naht und dem keiner von euch entflieht."
Die Freier verhöhnen Telemach weiter.
"Schlechtere Gäste als du, Telemach, hat doch kein Mensch in der Welt beherbergt: einen ausgehungerten Bettler und einen Narren, der wahrsagt! Wahrhaftig, du solltest mit ihnen durch Griechenland reisen und sie für gutes Geld auf den Märkten sehen lassen!"

Der irische Opernsänger Kelly hatte zu Metastasios Canzonetta "La Libertà a Nice" eine kleine Melodie komponiert, die Mozart, so Kelly in seinen "Reminicenses" von 1826, oft gespielt habe. Amadés Komposition ist ähnlich, es könnte sich um eine Übernahme der Melodie handeln.

KV 532

La Libertà a Nice
Grazie agl’inganni tuoi,
Al fin respiro, o Nice,
Al fin d’un infelice
Ebber gli Dei pietà.


E non t’offenda il vero,
Nel tuo leggiadro aspetto,
Scopro alcun difetto,
Che mi parea beltà.


Dank deines Betrugs
atme ich wieder, o Nice,
endlich haben die Götter
sich eines Unglücklichen erbarmt.


Die Wahrheit verletze dich nicht:
in deiner anmutigen Erscheinung
entdecke ich nun Mängel, die ich
bisher für Schönheit gehalten habe.














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