Dienstag, 3. Januar 2012

9. November

Mozart KV 535 Kontretanz (La Bataille)

Odyssee 21, 34 - 65

Penelope holt den Bogen.
Penelope mustert in der Schatzkammer die Kästen, wo Kleider und Geräte verwahrt liegen. Sie findet Bogen und Köcher an einem Nagel hängen. Der Schmerz überwältigt sie, auf einem Stuhl, Bogen und Köcher auf dem Schoße, sitzt sie lang in Tränen da. Endlich erhebt sie sich; die Waffen werden in eine Lade gelegt, mit welcher ihr die Dienerinnen folgen.


Amadée bereitet mit seinem Kontretanz KV 535 das Spektakel vor.
Battaglia, das musikalische Schlachtengemälde ist Programmmusik und stellt den Kampf konkurrierender Armeen, Gruppen oder Personen musikalisch dar. Es enthält meist zahlreiche Instrumentaleffekte, so die col-legno-Technik der Streicher (mit der Bogenstange), oder Fanfaren als Schlachtenrufe der Blechbläser, Glockengeläut als Triumph- und Friedenszeichen, Orgel und erweitertes Schlaginstrumentarium zur Imitation von Gewehrschüssen und Kanonensalven. Es steht bis zum 18. Jahrhundert im Zusammenhang mit höfischen Zeremoniellen.
Lausch zeigt das Stück am 19. März 1788 in der Wiener Zeitung als "Die Belagerung von Belgrad" an. General Laudon hat die Stadt dann am 7. Oktober 1789  im Russisch-Österreichischer Türkenkrieg (1787–1792) erobert.
Mozarts Kontretanz sieht den Krieg mit Kinderaugen oder eines vergnügungssüchtigen Wieners, für den Krieg nur Farben, Trommeln und Jubelrufe bedeutet, während Penelope in Homers Odysee die weibliche Sicht der Dinge repräsentiert.
Die Piano- und Forteteile werden abwechselnd von Paaren und Gruppen getanzt. Die Coda ist eine Marcia turca, wo die Bässe ihre Saiten mit dem Bogenholz schlagen ...

KV 535













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