Dienstag, 3. Januar 2012

23. Dezember

Mozart KV 620 Die Zauberflöte

Odyssee 24, 219 - 255

Odysseus trifft seinen Vater beim Dornensammeln.
Er tut so, als halte er ihn für einen armen, überarbeiteten Knecht.






















Die Szene auf Ithaka erinnert an den Beginn der "Zauberflöte".
Kurz nach Vollendung von "La Clemenza di Tito" schafft Mozart mit der "Zauberflöte" sein letztes Bühnenwerk. Er arbeitet eng mit dem Textdichter und Theaterdirektor Emanuel Schikaneder zusammen, in dessen Wiener Freihaustheater auf der Wieden die Erstaufführung am 30. September 1791 stattfindet.
Die "Teutsche Oper" in zwei Akten steht in der Tradition der Wiener Kasperl- und Zauberoper, weist jedoch in ihrer Vielschichtigkeit weit über deren Grundidee - Sieg der Liebe über vielerlei Gefahren - hinaus, wie auch über die Grenzen der deutschsprachigen Gattung Singspiel. Auf der Kontrastfolie von böser Nachtwelt und guter Sonnenwelt gestalten Freimaurer-Ideen wie ägyptische Mysterien und Zahlensymbolik (3 Prüfungen, 3 Knaben, 3 Damen etc.) das Werk, wobei die Ebenen von hoher und niedriger Kunst, Sarastro-Priestertum und Papageno-Kasperliade, in genialer Weise verbunden sind.
Im Zuge der Französischen Revolution wird die "Zauberflöte" sowohl im Sinne der Progressiven als auch der Konservativen als "Befreiung durch die Weisheit  einer besseren Gesetzgebung" interpretiert und gilt bis heute als "Menschheitsstück" und "Weltanschauungsdrama", in all seinem Facettenreichtum dramaturgisch nicht leicht zu fassen.

Die Liebenden der Zauberflöte, Tamino und Pamina, verfolgen kein individuelles Glück mehr, sondern streben einer Glückseligkeit entgegen, die auf dem brüderlichen Miteinander aller Menschen gründet. Für dieses hohe moralische Ziel steht (Freimaurer-)Tempel der Weisheit, hier findet nur Eingang, wer die Prüfungen besteht. 
Sarastro, Patriarch, ist Verwalter dieser Moral, sein Humanisierungsprogramm 
kennt durchaus Mittel der Drohung und Strafe. Sein Sklave Monostatos bekommt sie ebenso zu spüren wie Papageno, der sich mit dem Glück, Papagena lieben zu dürfen, begnügt.






KV 620 Ouverture
KV 620 Der Vogelfänger bin ich ja
KV 620 Dies Bildnis ist bezaubernd schön































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