Dienstag, 3. Januar 2012

28. Dezember

Mozart KV 621 La Clemenza di Tito


Odyssee 24, 408 - 438
      
In Ithaka hat sich inzwischen das grausame Verhängnis, das die Freier getroffen hat, herumgesprochen.
Von allen Seiten her drängen sich jetzt die Blutsverwandten der Gefallenen nach dem Palaste des Odysseus, wo sie an einer abgelegenen und abgesonderten Stelle des Hofes die Leichname der Ihren aufgeschichtet finden. Unter lauten Wehklagen, worin sich Drohungen mischen, tragen sie die Toten hinaus und bestatten sie; die anderswo herstammen, werden auf schnellen Fischerkähnen in ihre Heimat gesandt.
Dann versammeln sich die Anverwandten der Freier auf dem Markte, wo Eupeithes, Vater von Antinoos -  des ersten, der von Odysseus' Pfeile gefallen - spricht.
"Freunde, gedenket an das mannigfaltige Unglück, das der Mann, den ich vor euch verklage, über Ithaka und die Nachbarstädte gebracht hat! Vor zwanzig Jahren entführte er uns so viele und so tapfere Männer auf seinen Schiffen, verlor die Schiffe, verlor die Genossen. Endlich allein wieder heimgekehrt, hat er die edelsten Jünglinge unseres Volksstamms erschlagen. Auf denn, ehe sich der Verbrecher hinüber auf die Pelopsinsel nach Pylos oder Elis rettet; folget ihm nach, ergreifet ihn! Wir könnten sonst vor Schmach die Augen nicht wieder aufschlagen"


Ständetheater Prag (Uraufführung La Clemenza di Tito) , Leopold II.
Antonio Salieri hatte das Angebot des Prager Impressarios Domenico Guardasoni aus Terminnnot ausgeschlagen, eine Oper zur Krönung Kaiser Leopolds II. zum König von Böhmen zu schreiben, daher beauftragen die böhmischen Stände seinen Kollegen Wolfgang Amadeus Mozart. Wie immer schreibt er unter großem Zeitdruck die Opera "La Clemenza di Tito". Sogar im Reisewagen auf der Fahrt von Wien nach Prag arbeitet er an der Oper; das Libretto Pietro Metastasios zu dieser Oper ist nicht weniger als 40mal vertont worden. 





VITELLIA
Non più di fiori
Vaghe catene
Discenda Imene
Ad intrecciar.


Stretta fra barbare
Aspre ritorte
Veggo la morte
Ver me avanzar.


Infelice! qual orrore!
Ah, di me che si dirà?
Chi vedesse il mio dolore,
Pur avria di me pietà.



CORO
Che del ciel, che degli Dei
Tu il pensier, l'amor tu sei,
Grand'Eroe, nel giro angusto
Si mostrò di questo dì.


Ma, cagion di maraviglia
Non è già, felice Augusto,
Che gli Dei chi lor somiglia,
Custodiscano così.





VITELLIA
Um aus Blumen
Anmutige Ketten zu flechten,
Steige Hymenaeus
Nicht herab.


Gebunden in grobe,
Rauhe Fessel,
Sehe Ich den Tod
Sich nähern.


Unglückliche! Welch ein Schrecken!
Ach was wird man von mir sagen?
Wer meinen Schmerz sähe,
Hätte doch Mitleid mit mir.

CHOR
Dass du des Himmels, dass du der Götter
Sorge, du ihre Liebe bist, 
Großer Held, zeigte sich im engen Kreis
Dieses Tages.
Doch Grund. sich zu wundern
Ist es nicht, glücklicher Herrscher,
Dass die Götter den so beschützen, 
Der ihnen so ähnlich ist.






























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